Verein zur Erhaltung der Leonhardikirche

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Chronik der Sanierung 2004-2010

Direkt zum Finanzierungs- und Zeitplan / Kostenplan im Detail.

Wenn Sie die weitere Erhaltung der Wallfahrtskirche unterstützen wollen:
Unser Spendenkonto hat die Kto.Nr. 2549972, BLZ 70169571 (Raiba Dietramszell).


2002/2003:

Dr. Hans-Paul Ottmann erkennt bei einem Besuch der Wallfahrtskirche St. Leonhard die bauliche Gefährdung und informiert Pfarrer Joh. Michael Koller und Bürgermeister Demmel.


2004:

26. Januar 2004: Gründung des Vereins zur Erhaltung von St. Leonhard.

16. März 2004: Die Satzung wird beim Notar unterzeichnet.

6. April 2004: Information der Dietramszeller Bürger in einer Bürgerversammlung über den maroden Zustand des Kirchleins und die Besitzverhältnisse.

Mai bis November 2004: Mehrere Vorgespräche bei der unteren Denkmalbehörde des Landratsamtes zur Klärung der nächsten Schritte. Die Bewerbung beim Entschädigungsfond wird empfohlen.

25. November 2004: Ortsbesichtigung in St. Leonhard mit Oberkonservator Dr.Könner als Referent des Landesamtes für Denkmalpflege, Frau Michaela Bauer und Herr Heisler von der Unteren Denkmalbehörde des Landratsamtes und Barbara Regul. Es wird geprüft, ob  eine Förderung durch den Entschädigungsfond des Freistaates Bayern in Frage kommt. St. Leonhard erfüllt die drei Kriterien:

  • Herausragende Bedeutung des Denkmals,
  • Gefährdung des Denkmals,
  • Bedürftigkeit des Trägers.

2. Dezember 2004: Termingerecht werden die Bewerbungsunterlagen für den Entschädigungsfond eingereicht.

Spendenstand 2004: 41.000 Euro.


2005:

13. Januar 2005: Der Verein wird ins Vereinsregister eingetragen und erhält die Gemeinnützigkeit.

25. Januar 2005: Information des Gemeinderats über das Ausmaß der Schäden.

Februar 2005: Mehrere Informationstreffen im Landratsamt mit Bgm H. Demmel, 2. Bgm. G. Rieger, Dr. W. Koob, B. Regul, M. Bauer, H. Heisler, Dr. Könner, Frau Mannes.

22. - 25. März 2005: Drei Architekten stellen sich vor. Unsere Wahl fällt auf Architekt Martin Spaenle.

26. April 2005: Martin Spaenle stellt sich dem Gemeinderat vor und wird mit der Voruntersuchung beauftragt.

12. Mai 2005: Ortstermin in St. Leonhard mit Architekt M. Spaenle, M. Bauer, H. Heisler, M. Mannes, Dr. Könner, Bgm Demmel, Dr. Koob (Finanzexperte des Vereins), B. Regul. Die Inhalte der Voruntersuchung werden abgesteckt. Die Voruntersuchung wird mit 80% bezuschusst.

24. Juni und 2./3. Juli 2005: In einer beispielhaften Bürgeraktion wird der Schutt im Dachstuhl entfernt, um eine genaue Schadenyanalyse zu ermöglichen.

Juli / August / September 2005: Angebote zur Voruntersuchung werden eingeholt, eine Wahl getroffen.

26. September 2005: Das Kostenangebot zur Voruntersuchung wird vom Gemeinderat abgesegnet. Es beläuft sich auf 19.997 Euro. 80% zahlt der Entschädigungsfond und 20 % der Verein.

7. Oktober  2005: Der Antrag zur Voruntersuchung wird abgegeben.

24. Oktober 2005: Die " Denkmalpflegerische Erlaubnis"  wird erteilt.

04. November 2005: Der Zuschussantrag wird genehmigt.

07. November 2005: Der Auszahlungsantrag wird gestellt und in wenigen Tagen sind die 16.000 Euro auf dem Gemeindekonto. Wir sind glücklich.

21. November 2005: Der Startschuss für die Voruntersuchung wird gegeben vom Architekten. Ein harter Winter verhindert den zügigen Fortgang.

Spendenstand 2005: 68.000 Euro.


2006:

Januar bis einschließlich Juli 2006: Die Voruntersuchungen laufen, sie dienen der genauen Schadensermittlung.

  • Die bauphysikalische Untersuchung durch IGS Herbert Wiesen umfasst Feuchte und Salzbelastung der Umfassungswände, Fassadenuntersuchung und Raumklima.
  • Statische Untersuchung besonders des Dachstuhls durch Hans Raßhofer.
  • Formgerechtes Bauaufmaß durch Gerhard Gresik im Auftrag von M. Spaenle.
  • Restauratorische Untersuchung durch Franz Debold.
  • Schädlingsbefalluntersuchung durch Firma Binker.

13. Juni 2006: Denkmaltag in St. Leonhard mit Dr. Könner, M. Bauer, M. Spaenle, H. Raßhofer, H. Wiesen, Bgm Demmel, B. Regul. Die Ergebnisse der Voruntersuchung werden zusammengetragen, bewertet und die Rahmenbedingungen für die Sanierung abgesteckt.

August 2006: Architekt Martin Spaenle errechnet die Sanierungskosten und stellt die Bauabschnitte auf  innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen.

28. September 2006: Ortstermin mit den Herren der Werkstätten des Landes-Denkmalamtes (die Restauratoren Andreas Müller, Reinhard Zehentner und Franz Debold, Architekt Martin Spaenle, Bauphysiker Hubert Wiesen).

Oktober 2006: Weitere Voruntersuchungen zum Zustand der Innenausstattung und der Fresken werden vom Denkmalamt angefordert. Es findet ein Ortstermin statt mit Architekt M. Spaenle, P. Franz vom erzbischöflichen Ordinariat und Restaurator F. Debold.

31.Oktober 2006: Der Gemeinderat stimmt in der Sitzung den weiteren geforderten Voruntersuchungen zu. Sie umfassen im Einzelnen

  • die Archivalienrecherche: Dokumentation der Bau-, Ausstattungs- und Restaurierungsgeschichte,
  • tiefergehende Untersuchungen der Fassaden, der Raumschale mit Einschluss der Fresken und der Sockelzone,
  • eingehendere Untersuchungen der Raumausstattung.

2.November 2006: Der Antrag wird über das Landratsamt Bad Tölz / Wolfratshausen beim Denkmalamt eingereicht.

17.November 2006: Die denkmalpflegerische Erlaubnis für die Durchführung der weiteren Voruntersuchung wird erteilt.

22. November 2006: Die Sanierungskosten werden durch den Architekten Martin Spaenle geschätzt auf 922.000 Euro für die Außeninstandsetzung (Dachstuhl und Fassade) sowie 248.000 Euro für die Innenrenovierung (Sockel, Boden, Ausstattung), gesamt 1.170.000 Euro. Im Detail ergibt sich folgende Aufstellung:

Außeninstandsetzung:

    Baumeister I: Fundamentabdichtung, Sockelzone 50.000 €
    Gerüstbau: Fassaden- und Schutzdachgerüste 75.000 €
    Baumeister II: Fassadenputzreparatur 145.000 €
    Zimmerer: Abbruch Dachhaut, Instandsetzung der Dachwerke 200.000 €
    Spengler: Instandsetzung der Dachentwässerung etc. 45.000 €
    Dachdecker: Erneuerung der Dachhaut 125.000 €
    Blitzschutz: Instandsetzung Blitzschutzanlage 10.000 €
    Kirchenmaler: Fassadenanstricharbeiten nach Befund 70.000 €
    Glaser: Reparatur Bleiverglasung etc. 15.000 €
    Schreiner: Reparatur Fenster, Türen 8.000 €
    Schädlingsbekämpfung: Begasung, Schwammbefall 17.000 €
    Restaurator: Sicherung der Kuppelfresken innen 22.000 €
    Nebenkosten: Architekt, Statiker, Sonderfachleute (~18%) 140.000 €

Innenrenovierung:

    Baumeister: Sockelputzerneuerung 55.000 €
    Gerüstbau I: Staubschutzgerüste 18.000 €
    Natursteinarbeiten: Instandsetzung Bodenbelag 10.000 €
    Kirchenmaler: Instandsetzung Sockelzone 8.000 €
    Schlosser: Emporengitter etc. 30.000 €
    Elektriker: Installation, Beleuchtung 25.000 €
    Gerüstbau II: Gerüste für Restauratoren 10.000 €
    Restaurator: dringende konservatorische Arbeiten an der Ausstattung 55.000 €
    Nebenkosten: Architekt, Sonderfachleute (~18%) 37.000 €

19. Dezember 2006: Die Gemeinderäte werden von Architekt Martin Spaenle im Rahmen ihrer Sitzung über die gesamten Sanierungskosten informiert.

Ab Dezember 2006: Dr. Nikolaus Könner, Oberkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, führt mit Vertretern der Zuschußquellen Gespräche zur Aufstellung der Finanzplanung.

Spendenstand 2006: 106.074 Euro


2007:

4. Februar 2007: Die Vorsitzende Barbara Regul erklärt ausführlich die Ergebnisse und die Notwendigkeit der Voruntersuchungen auf der Jahreshauptversammlung (Wortlaut der Ausführungen hier).

18. April 2007: Die Vorgespräche sind erfolgreich abgeschlossen. Die Gemeinde Dietramszell erhält als Eigentümerin der Wallfahrtskirche die Erlaubnis, die Zuschussanträge zu stellen.

April/Mai 2007: Im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen helfen uns Frau Michaela Bauer und Frau Maria Mannes mit Rat und Tat, den umfangreichen Formularaufwand zu bewältigen und die geforderten Unterlagen und Gutachten beizubringen.

20. Juni 2007: Die Anträge an das Kultusministerium, an die Landesstiftung, an den Bezirk Oberbayern und an das Landratsamt werden abgeschlossen und eingereicht. Ein Stein fällt uns vom Herzen!

24. September 2007: Beantragung des vorzeitigen Baubeginns beim Landesamt für Denkmalpflege und Vorbereitung der Ausschreibung zum ersten Bauabschnitt. Dieser Schritt ist wichtig um den rechtzeitigen Baubeginn zur Dachsanierung zu sichern.

19. November 2007: Die Gemeinde erhält die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Das bedeutet, dass die Baumaßnahmen zur Sanierung eingeleitet werden dürfen. Wir wollen nur noch die Gewährung der Zuschüsse abwarten, dann kann es los gehen.

Spendenstand 2007: 161.291 Euro


2008:

Januar 2008: Der Verein bezahlt 8000 € für die abgeschlossenen Voruntersuchungen. 80% dieses Betrages sind durch Zuschüsse abgedeckt, 20% muss der Verein selbst aufbringen.

22. Februar 2008: Wir sind sehr glücklich, denn wir haben heute den Bewilligungsbescheid für alle veranschlagten staatlichen Zuschüsse in voller Höhe (60% der Bausumme) erhalten! Mittel kommen vom Entschädigungsfonds des Freistaates Bayern, der Bayerischen Landesstiftung, dem Bezirk Oberbayern und dem Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen. Es ist in unserem Interesse und sogar von staatlicher Seite gefordert, mit den Arbeiten umgehend zu beginnen.

Damit steht folgender Kostenplan der Renovierung fest: Gesamtkosten der Renovierung nach Schätzung aus den Voruntersuchungen 1.171.700 Euro, Zuschüsse 706.800 Euro, Eigenanteil (Gemeinde und Verein) 464.900 Euro.

Dauer der Sanierung: Zum Leonhardiritt (“Lehards”) 2010 wird die Kirche in neuem Glanz erstrahlen!

März 2008: Die Gerüst- und Zimmererarbeiten werden ausgeschrieben.

April 2008: Baubeginn in der KW16 (Fotos). Vergabe der Gerüstarbeiten am 8.4. an Fa. Fritsch, München, und der Zimmererarbeiten am 22.4. an Fa. Bachmann, Schleching.

Es werden Firmen gewählt, die sowohl kostengünstig anbieten als auch die nötigen Referenzen für die speziellen Arbeitsverfahren an denkmalgeschützten Gebäuden vorweisen können. Alle Arbeiten stehen unter der Bauaufsicht durch das Landesamt für Denkmalpflege.

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 22.4.08:

  • “Auftragsvergabe - Gewerk Zimmererarbeiten. Es wurde beschränkt ausgeschrieben, 6 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist die Firma Bachmann, Schleching mit einer Brutto-Angebotssumme von 131.601,71 Euro Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 131.601,71 und 161.372,82 Euro. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenschätzung brutto 195.000 Euro. Das Angebot der Firma Bachmann liegt 32,5% unter der Kostenschätzung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an die Fa. Bachmann, Schleching, zu vergeben. Abstimmung 16:0.”

Mai 2008: Neben der ständigen Baubegleitung durch das Architekturbüro sowie Absprachen mit den jeweiligen Fachleuten finden mit dem Landesamt für Denkmalpflege (LfD), der Unteren Denkmalbehörde des Landratsamtes (UDL), dem Architekturbüro (Arch.), der Gemeinde (Gem.), dem Erhaltungsverein (Ver.), dem Statiker (St.) und den jeweiligen Fachleuten wie Restauratoren (Rest.), Bauphysikern (Phys.), Handwerkern, Baumeistern etc. regelmäßig Ortstermine statt.

Ortstermin 5.5.2008: Austausch der erlangten Kenntnisse und der gegenseitigen Absprache des weiteren Vorgehens in Bezug auf Fassadenrenovierung außen und der Dachsanierung (LfD, UDL, Ver., Arch., St., Rest., Zimmerer - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Ortstermin 27.5.2008: Fassadenputze und weiteres Vorgehen (LfD, Ver., St., Rest., Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Anfang Juni 2008: Die Kirche ist komplett wetterfest verhüllt, die Arbeiten an Fassade und Dachstuhl laufen geschützt und ungestört ab. Das zur Zeit regnerische Wetter kann den Zeitplan nicht gefährden. Auch im Inneren der Kirche ist das Gerüst vollständig errichtet, das Deckenfresko jetzt zum Greifen nahe (Fotos).

Ortstermin 26.6.2008: Prüfung der Festigkeitsversuche an diversen Fassadenputzen, daraus resultierende Kenntnisse und Sanierungsvorschläge (LfD, UDL, Rest., Arch., Phys., Gem., Ver. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Ortstermin 6.8.2008: Erscheinungsbild Fassaden und Dach-Instandsetzung (LfD, Rest., Arch., Ver. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 26.8.08:

  • “Auftragsvergabe Dachdecker- und Spenglerarbeiten. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 5 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert, 3 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist die Firma Bennert GmbH, Hopfgarten, mit einer Brutto-Angebotssumme von 63.516,31 Euro Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 63.516,31 und 115.278,39 Euro. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung brutto 125.000 Euro. Das Angebot der Firma Bennert liegt ca. 49% unter der Kostenberechnung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an die Fa. Bennert GmbH, Hopfgarten, zu vergeben. Abstimmung 18:0.”
  • “Auftragsvergabe Fassadenrestauratorische Arbeiten. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 8 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert, 3 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist die Firma Schmuck Denkmalpflege, Bamberg, mit einer Brutto-Angebotssumme von 113.159,48 Euro Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 113.159,48 und 163.673,20 Euro. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung brutto 210.000 Euro. Das Angebot der Firma Schmuck Denkmalpflege liegt ca. 47% unter der Kostenberechnung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an die Fa. Schmuck, Bamberg, zu vergeben. Abstimmung 18:0.”

Ortstermin 3.9.2008: Erscheinungsbild Fassaden, Fenster und Dachinstandsetzung (Gem., Ver., Rest., Zimmerer, Fassadenfirma Schmuck, LfD, Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008). Man einigt sich in der Fassadengestaltung gemäß des Befundes auf die Erstfassung auf dem barocken Kalkputz mit Ritzungen.

15.9.2008: Die Arbeiten der Firma Schmuck an der Fassade sind in vollem Gange. Bedrohliche Risse im Mauerwerk werden sichtbar (Fotos).

2.10.2008: Abnahme der Dachstuhlarbeiten am Hauptdach durch Architekt Spaenle zur vollsten Zufriedenheit. Alle statischen Probleme im Dachbereich sind behoben, alle morschen Teile im Dachstuhl ersetzt. Auf gesicherten Stegen ist für künftige Reperaturen der gesamte Dachbereich gut zugänglich (Fotos).

13.10.2008: Jetzt beginnen die Dachdecker- und Spenglerarbeiten der Firma Bennert (Foto). Gleichzeitig läuft die Glasrestaurierung (Fa. van Treeck) sowie die Fassadenrestaurierung (Fa. Schmuck) weiter.

Ortstermin 22.10.2008: Fassadenrestauration, Spengler- und Dachdeckerarbeiten, Zimmererarbeiten, Kirchenumgriff (Gem., Ver., LfD, Arch., Zimmerei Bachmann, Spenglerei/Dachdeckerei Bennert, Fassadenfirma Schmuck - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 26.8.08:

  • “Auftragsvergabe Glaserarbeiten. Es wurde eine Angebotseinholung für einen Einzelauftrag zur freihändigen Vergabe durchgeführt. Zwei Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert, zwei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist die Firma Gustav van Treeck, München, mit einer Brutto-Angebotssumme von 27.419,98 Euro Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 27.419,98 und 27.578,25 Euro. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung brutto 15.000 Euro. Das Angebot der Firma Gustav van Treeck liegt ca. 54% über der Kostenberechnung. Es wird wegen des Baufortschritts vorgeschlagen, den Auftrag an die Fa. Gustav van Treeck, München, zu vergeben. Abstimmung 17:2 (GR-Mitglied Grimm abwesend).”
  • “Auftragserweiterung Gewerk Zimmerer. Dem Gemeinderat wird ein Antrag über eine Auftragserweiterung in Höhe von 50.233,22 Euro vorgelegt. Diese teilt sich in einen Nachtrag und eine Massenmehrung auf. Die Arbeiten aus dem Nachtrag in Höhe von 18.474,37 Euro wurden in das Gewerk Zimmerer übertragen und entfallen bei den Baumeisterarbeiten. Es entstehen dadurch keine Mehrkosten bei den Gesamtkosten. Die Massenmehrung in Höhe von 31.758,85 Euro ist aufgrund nicht vorhersehbarer bestehender Schäden notwendig und beinhaltet die Arbeiten im Hauptschiff sowie in der Sakristei. Darin sind sämtliche Mehrungen im Bereich des Dachstuhls enthalten. Trotz der Auftragserweiterung liegt die neue Auftragssumme von 181.834,93 Euro unter den Schätzkosten von 195.000 Euro. Die Verwaltung wird beauftragt, eine aktuelle Auflistung der Gesamtkosten anzufordern. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 17:3.”

Ortstermin 19.11.2008: Begutachtung der Arbeiten des Fassadenbauers, der Spengler/Dachdecker und der Zimmerer, weiteres Vorgehen sowie Auswahl des Farbmusters für die Fassadengestaltung (Ver., LfD, Arch., Spenglerei/Dachdeckerei Bennert, Fassadenfirma Schmuck - Abkürzungen siehe Mai 2008).


2009:

Ortstermin am 18.2.2009, Besprechung des Ablaufs der Instandsetzungsarbeiten: zimmermannsmäßige Instandsetzung der Empore und der Decke über der Sakristei, Staubschutztunnelaufbau für die Bearbeitung des Sockelputzes, Begasung des Kircheninnenraums in der KW 15, Putzabschlagen je nach Innentemperatur, elektrotechnische Installation im Zuge der Putzarbeiten, Neuverputzung des Sockels und Restaurieren des Putzes der Architekturelemente, anschließend Bearbeitung der Raumschale und Restaurierung der Ausstattung, Sicherung des Emporengitters. Fertigstellung der Innenrenovierung im Herbst 2009 (Ver., LfD, Rest., Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Mitte Februar 2009: Die Sanierung des Innenraumes beginnt. Die verfaulten Fußpunkte der Bodenbalken in der Klausnerei sowie auf der Orgelempore werden ersetzt und mit Stahlplatten ergänzt (Fotos).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 10.3.09:

  • “Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis für die Wallfahrtskirche St. Leonhard: Aufgrund der Nutzung der Kirche als Veranstaltungsort für Konzerte und der Vielzahl von Trauungen, die in St. Leonhard abgehalten werden, soll ein Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis gestellt werden. Dieser bildet die Grundlage, um in der Wallfahrtskirche sanitäre Anlagen errichten zu können und das dort anfallende Abwasser ordnungsgemäß in einer Kleinkläranlage zu entsorgen. Die Kosten für die Herstellung der Wasserver- und Abwasserentsorgung übernimmt der Verein zur Erhaltung der Leonhardikirche in Dietramszell. Der Gemeinderat stimmt zu, einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis für die Wallfahrtskirche St. Leonhard zu stellen. Abstimmung 12:9.”
  • “Auftragserweiterung Gerüstbauarbeiten. Die Fa. Fritsch Gerüstbau beantragt eine Auftragserweiterung, die sich aus folgenden Teilbereichen zusammensetzt: 1. Standzeitverlängerung für das bereits stehende Gerüst (7.802,83 Euro). Die Standzeit für das Außengerüst soll noch bis Juni 2009 verlängert werden, da die Arbeiten 2008 aufgrund ausstehender Zustimmung des Landesamtes für Denkmalpflege nicht vollständig ausgeführt werden konnten. Die Standzeit für das bestehende Innengerüst, welches nur als Kontrollgerüst diente, soll noch bis Oktober 2009 verlängert werden, dadurch wäre keine Neuausschreibung eines Innengerüstes für den Gesamtraum erforderlich. Das bestehende Gerüst könnte erweitert werden.  2. Schutzdach Winter inkl. Standzeit (2.392,61 Euro). Das Schutzdach über den Außengerüsten war im Winter angebracht worden, um die Fassade zu schützen.  3. Innengerüsterweiterung inkl. Standzeit (19.059,04 Euro). Das vorhandene Kontrollgerüst kann so ergänzt werden, dass es für die Innenrenovierung verwendet werden kann. Der Nachtrag beinhaltet die Gerüstergänzungen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Preise nochmals nachprüfen zu lassen, da sie dem Gemeinderat als zu hoch erscheinen. Die Auftragsvergabe soll im Bauausschuß am 17.3.2009 erfolgen. Abstimmung 20:1.”

Auszug aus der Bauausschuß-Sitzung vom 17.3.09:

  • Auftragserweiterung Gerüstbauarbeiten. Wortlaut siehe oben (Gemeinderatssitzung vom 10.3.09). Ergänzender Text zu 3.: “Eine nochmalige Überprüfung der Angebotspreise hat ergeben, dass diese den derzeit allgemeinen Preisen entsprechen. Der Bauausschuß stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 8:1.”
  • “Auftrag Orgelbauer. Für die Instandsetzung der Orgel sind folgende Arbeiten erforderlich: Abbau des Spieltisches, Abtrennen der Abstrakten, Ausbau des Blasbalges und des Orgelmotors. Nach den Renovierungsarbeiten: Aussaugen des Orgelwerkes, Zusammenbau und Stimmung. Das Angebot beläuft sich auf brutto 1.428 Euro. Vergleichsangebote wurden nicht eingeholt, da der Anbieter die Orgel in der Kirche aufgebaut hat und bislang betreute. Der Bauausschuß stimmt der Auftragsvergabe zu. Abstimmung 9:0.”

Ortstermin am 25.3.2009: Der Termin galt dem Umgang mit den hölzernen Bauelementen, im Besonderen dem Boden der oberen Sakristei und der Empore sowie dem Nordportal (LfD, Ver., Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Anfang April 2009 wird im Kirchenraum vor dem Abschlagen des schädigenden Zementsockelputzes ein etwa 2 Meter hoher Staubtunnel errichtet (Foto).

In der KW 15 führt die Fa. Binker (Lauf) eine Begasungsaktion mit Sulfuryldifluorid durch, um die vom Holzwurm befallene Kirchenausstattung zu retten.

Mitte April 2009 werden folgende Sanierungsschritte durchgeführt: Die Risse im Deckenfresko werden von Restaurator Debold gereinigt, befeuchtet und mit Kalkputz geschlossen. Hohl aufliegende Freskoteile hinterfüllt er mittels kleiner Schläuche (Foto). Der Zementputz am Innensockel wird abgeschlagen. Der Gärtner der Fa. Siegfried Häsch (Dietramszell) kürzt die umlaufende Hecke um einen Meter ein.

Ortstermin am 22.4.2009: Umfang der Ausschreibung bezüglich des Umgangs mit der Raumschale, der Sockelzonensanierung im Außenbereich, der ausgeführten Deckenbalkensanierung der Empore und der geplanten Maßnahmen im Sakristeibereich, wo über den Einbau einer WC-Anlage nachgedacht wird (LfD, Ver., Fassadenfirma Schmuck, Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 24.4.09:

  • “Auftragsvergabe Ausstattung (Restaurierung der Altäre, Kreuzgruppe, Tafeln und Kunstgegenstände): Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 7 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist Bieter A mit einer Bruttoangebotssumme von 43.0006,00 Euro Bestbietender. Preisspiegel (Anbieter engere Wahl): Bieter A 43.006,00 Euro, Bieter B 48.562,71 Euro, Bieter C 49.805,07 Euro. Kostenvergleich: Schätzung 55.000 Euro, Auftragssumme 43.006 Euro (-22%). Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an den Bieter A mit einer Bruttoangebotssumme von 43.006,00 Euro zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt dem Vergabevorschlag zu. Abstimmung 16:2. Der Auftrag wird an die Fa. Preis & Preis (Parsberg) vergeben.”
  • “Auftragsvergabe Elektroarbeiten: Es wurde eine freie Angebotseinholung durchgeführt. 5 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert, 2 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist Bieter A mit einer Bruttoangebotssumme von 26.578,12 Euro Bestbietender. Preisspiegel (Anbieter engere Wahl): Bieter A 26.578,12 Euro, Bieter B 27.080,71 Euro. Kostenvergleich: Schätzung 25.000 Euro, Auftragssumme 26.578,12 Euro (+6%). Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an den Bieter A mit einer Bruttoangebotssumme von 26.578,12 Euro zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt dem Vergabevorschlag zu. Abstimmung 17:0 (ohne Gemeinderat Bachmeier wegen persönlicher Beteiligung). Der Auftrag wird an die Fa. Elektro-Bachmeier (Dietramszell) vergeben.”

Ortstermin 28.4.2009: Besprechung der Arbeiten an Raumschale und Stuck (LfD, Restaurierungswerkstätten der LfD, Ver. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Bei einem Ortstermin am 26.5.2009 vor der Gemeinderatssitzung informierten sich acht Gemeinderäte über den Fortschritt der Sanierungsmaßnahmen in St. Leonhard. Schwerpunkt bei der Führung durch Vorsitzende Barbara Regul waren die Restaurierung der Raumschale und der hölzernen Bauelemente in Sakristei und Empore sowie die Putzarbeiten im Sockel- und Deckenbereich.

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 26.5.09:

  • “Auftragsvergabe Parkettrestauration (Überarbeitung der historischen Holzböden): Einzelauftrag mit freihändiger Vergabe, 3 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist Bieter B mit einer Bruttoangebotssumme von 4.118,59 Euro Bestbietender. Preisspiegel: Bieter A 6.418,86 Euro, Bieter B 4.118,59 Euro, Bieter C 6.722,91 Euro. Kostenvergleich: Kostenschätzung 6.000 Euro, Auftragssumme 4.118 Euro (-32%). Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an Bieter B mit einer Bruttoangebotssumme von 4.118,59 Euro zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt dem Vergabevorschlag zu. Abstimmung 19:0. Der Auftrag wird an die Fa. Franz Kölbl Design (Obersöchering) vergeben.”
  • “Auftragsvergabe Kirchenmalerei Raumschale: Es wurde beschränkt ausgeschrieben, 3 von 5 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist Bieter C mit einer Bruttoangebotssumme von 33.510,00 Euro Bestbietender. Preisspiegel: Bieter A 42.541,31 Euro, Bieter B 44.422,70 Euro, Bieter C 33.510,40 Euro. Kostenvergleich: Kostenschätzung 35.000 Euro, Auftragssumme 33.510 Euro (-4%). Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an Bieter C mit einer Bruttoangebotssumme von 33.510,00 Euro zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt dem Vergabevorschlag zu. Abstimmung 17:2. Der Auftrag wird an die Fa. Schmuck Denkmalpflege GmbH (Bamberg) vergeben.”
  • “Auftragsvergabe Nachtrag zu Fassadenarbeiten und Stuck innen, Auftragserweiterung für fassadenrestauratorische Arbeiten. Nachtrag 1+2: Im Zuge der Deckenbalkensanierung über der Sakristei und bei der Empore wurde festgestellt, dass die Lattenkonstruktion (Putzträger) unterhalb der Balken schadhaft ist. Aufgrund dessen wurde die angebotene Sicherung der historischen Putzdecken notwendig. Nachtrag 3: Im Sockelbereich in der Kirche zeigen sich Versalzungen. Laut Aussage des Landesamtes für Denkmalpflege darf der vorhandene schadhafte neuzeitliche Putz abgeschlagen werden, aber die Flächen mit historischem Kalkputz müssen erhalten bleiben. Diese schadhaften Kalkputzflächen müssen mit Kompressen behandelt werden, um die Salze aus dem Putz zu ziehen. Die Auftragserweiterung liegt im Rahmen der Kostenberechnung (215.000,00 Euro). Preisspiegel: Nr. 1 (23.03.2009, Putzsicherung Sakristei) 2.159,85 Euro, Nr. 2 (23.03.2009, Putzsicherung Empore) 4.319,70 Euro, Nr. 3 (20.05.2009, Kompressenauftrag) 11.067,00 Euro. Ursprünglich beauftragte Bruttoauftragssumme 113.159,48 Euro, Auftragssumme einschl. bisheriger Nachtragsvereinbarungen 126.796,88 Euro. Damit erhöht sich die Auftragssumme um 17.546,55 Euro auf 144.343,43 Euro. Es wird vorgeschlagen, die Auftragserweiterung in Höhe von 17.546,55 Euro an die Firma Schmuck Denkmalpflege GmbH (Bamberg) zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 18:1.”

Ortstermin 17.6.2009: Besichtigung und Abnahme der Außeninstandsetzung und im Besonderen der fassadenrestauratorischen Arbeiten sowie der laufenden Inneninstandsetzung, Besprechung der bevorstehenden Sanierung der Raumschale (LfD, Arch., Fa. Schmuck (Bamberg), Ver. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Ortstermin 29.06.2009: Beurteilung einer Reinigungsprobe von der Raumschale, der Stuckkonsolidierung, der Farbgebung des Nordportals, der Sockelzone innen und außen (LfD, Fa. Schmuck, Arch. - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Etliche Fotos von der Sanierung finden sich verstreut unter “Aktuelles 2009”.

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 30.6.09:

  • “Auftragserweiterung Raumschale - Stuckkonsolidierung, Nachtrag Nr.1: Aufgrund der Innengerüsterweiterung konnte jetzt der Stuck genauer betrachtet werden und es wurden Schäden festgestellt, die im Sinne einer nachhaltigen Instandsetzung bearbeitet werden müssen. Die Arbeiten können nicht pauschal angeboten werden, da der genaue Umfang der Schäden erst bei der Bearbeitung ersichtlich wird. In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege sollen die Arbeiten durch den dort bereits tätigen Kirchenmaler und Restaurator Schmuck ausgeführt werden. Preisspiegel: Nachtrag Nr.1, 8.6.2009, Stuckkonsolidierung 5.335,00 Euro; ursprünglich beauftragte Bruttoauftragssumme 33.510,40 Euro. Damit erhöht sich die Auftragssumme auf 38.865,40 Euro. Die Auftragserweiterung wird an die Fa. Schmuck Denkmalpflege GmbH, Bamberg, vergeben. Abstimmung 17:2.“
  • “Aus dem Gemeinderat wird eine Übersicht der Gewerke im Rahmen der Instandsetzung der Wallfahrtskirche St. Leonhard gefordert. In dieser Übersicht sollen die Gewerke gesamt und die noch ausstehenden Gewerke dargestellt werden. Eine Übersicht der bisher aufgelaufenen Baukosten soll ebenso vorgelegt werden.”

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 28.7.09:

  • "Instandsetzung der Wallfahrtskirche St. Leonhard - Übersicht über Kosten und Gewerke. Dem Gemeinderat wurde die Übersicht als Tischvorlage ausgeteilt. Fragen können in der nächsten Sitzung behandelt werden."
  • "Auftragsvergabe Sanitär. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 3 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert. 3 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist der Bieter A mit einer Brutto-Angebotssumme von 4.419,16 € Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 4.419,16 und 4.815,56 €. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung 5.000,00 € brutto. Das Angebot des Bieters A liegt ca. 12 % unter der Kostenberechnung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an den Bieter A, Fa. Hoger (Egling), zu vergeben. Abstimmung 17:2."
  • "Auftragsvergabe Schlosserarbeiten. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 3 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert. 2 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist der Bieter A mit einer Brutto-Angebotssumme von 9.888,90 € Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 9.888,90 und 10.599,33 €. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung 30.000,00 € brutto. Das Angebot des Bieters A liegt ca. 67 % unter der Kostenberechnung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an den Bieter A, Metallbau Rubel (Oberlaindern) zu vergeben. Abstimmung 19:0."
  • "Auftragsvergabe Schreinerarbeiten Südportal. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. 6 Firmen wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert. 3 Firmen haben ein Angebot abgegeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote ist der Bieter A mit einer Brutto-Angebotssumme von 4.760,00 € Bestbietender. Der Preisspiegel liegt zwischen 4.760,00 und 5.941,67 €. Die veranschlagten Kosten betragen gemäß Kostenberechnung 15.000,00 € brutto. Das Angebot des Bieters A liegt ca. 68 % unter der Kostenberechnung. Es wird vorgeschlagen, den Auftrag an den Bieter A, Fa. Josef Demmel (Unterleiten) zu vergeben. Abstimmung 19:0."

Ortstermin 19.08.2009: Abnahme der sanierten Raumschale, Bearbeitung der Sockelzone innen, Maßnahmen am Außensockel, Farbigkeit der Holzelemente, neues Kirchengestühl (Gem., LfD, Ver., Arch., Fa.Schlosser - Abkürzungen siehe Mai 2008).

24.08.2009: Beginn der Säuberung der Altäre durch die Fa. Preis & Preis (Parsberg).

Ortstermin 08.09.2009: Besprechung über Ausstattung Hochaltar, Oberflächen, Inkarnate, Reliquien, Figuren; Emporengitter, Kirchenbänke, Schwelle Sakristeieingang, Beleuchtung (LfD, Arch., Ver., Fa. Preis & Preis, Fa. Schlosser, Fa. Bachmeier, Fa. Rabe - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Ortstermin 24.09.2009: Besprechung über die marmorierten Elemente der Altar-Architektur, Inkarnate der Figuren, Fassung des Holzgitters am Eingang, Montagen von Figuren (LfD, Arch., Ver., Fa. Preis & Preis - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Ortstermin 13.10.2009: Besprechung zu Ausstattung, Emporengitter, Kirchenbänke, Beleuchtung (LfD, UDL, Ver., Gem., Arch., Fa. Preis & Preis, Fa. Bachmeier, Fa. Rabe - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 27.10.09:

  • “Nachträgliche Genehmigung - Inneneinrichtung. Beim Gewerk Raumschale wurde vom Landesamt für Denkmalpflege eine Schadenskartierung gefordert. Die Flächen für die Nebenräume, Sakristei und Treppenhäuser (Empore, Kanzel) wurden bei Auftragserteilung zurückgestellt bis ein genaues Schadensbild vorliegt und die Kostenentwicklung des Projektes abschätzbar ist. Nach heutigem Kenntnisstand können diese Flächen mitbearbeitet werden. Die Einheitspreise hierfür waren im Leistungsverzeichnis enthalten, so dass es sich um Massenmehrungen handelt. Die Arbeiten wurden bereits von der Fa. Schmuck Denkmalpflege GmbH, Bamberg, ausgeführt. Die Auftragserweiterung in Höhe von 24.335,50 Euro wird nachträglich genehmigt. Abstimmung 20:1.”

8.11.2009: Wiedereröffnung nach weitgehend abgeschlossener Sanierung zum Patrozinium von St. Leonhard. Auch die Presse berichtet darüber (Artikel lesen als pdf-Datei: Münchner Merkur, Süddeutsche Zeitung). Allerdings fehlen noch fast 90.000 Euro zur Begleichung der Sanierungsschulden.

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 24.11.09:

  • “Nachtrag Schlosserarbeiten: Die Auftragserweiterung beinhaltet eine geänderte Ausführung des Emporengitters nach Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege, einen Handlauf zur Empore und ein Sakristei-Eingangsgitter. Die Auftragserweiterung setzt sich wie folgt zusammen: geänderte Ausführung Emporengitter 2.487,10 €, Handlauf und Sakristei-Eingangsgitter 2.629,90 €., gesamt brutto 5.117,00 €. Damit erhöht sich die bisherige Auftragssumme von 9.888,90 € auf 15.005,90 €. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 16:0.”
  • “Auftragserweiterung Gerüstbauarbeiten: Die Auftragserweiterung beinhaltet eine Standzeitverlängerung für das Innengerüst und die Baustellentoilette, sowie ein Innengerüst für die Lampenmontage, da man von dem vorhandenen Gerüst für die Renovierung der Raumschale aus Sicherheitsgründen die Montage der Beleuchtung nicht durchführen konnte. Die Auftragserweiterung setzt sich wie folgt zusammen: Standzeitverlängerung 3.661,76 €, Gerüst 2.732,24 €, gesamt brutto 6.394,00 €. Damit  erhöht sich die bisherige Auftragssumme von 98.393,00 € auf 104.787,00 €, welche geringfügig über der Kostenberechnung von 103.000 € liegt. Der Auftrag kann jedoch erteilt werden, da es durch Einsparungen bei anderen Gewerken zu keiner Mehrung der Gesamtkosten kommt. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 16:0.”
  • “Auftragserweiterung Holzrestaurierung: Die Auftragserweiterung beinhaltet die Reinigung des Natursteinbodens mit der gleichen Maschine wie die Reinigung des Parkettbodens. Da die bereits tätige Fa. Kölbl ein gutes Angebot unterbreitete, wurde der Auftrag erweitert. Des Weiteren wurde eine Reparatur und Reinigung von zusätzlichen Holzelementen durchgeführt (Treppenstufen von Empore bis Dachgeschoss, Speicherluke, neue Stufe Sakristeitreppe, Laugen des Bodens im Raum über der Sakristei). Im Treppenturm wurde Ziegelboden ergänzt, da dort nur gestampfter Boden vorhanden war. Die Auftragserweiterung setzt sich wie folgt zusammen: Reinigung Natursteinböden/Innentüren 3.052,35 €, Reinigung zusätzlicher Holzelemente 2.917,88 €, gesamt  brutto 5.970,23 €. Damit erhöht sich die bisherige Auftragssumme von 4.118,59 € auf 10.088,82 €. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 16:0.”
  • “Im Bezug auf die Abwasserentsorgung erkundigt sich Gemeinderat Prömmer über die realisierte Lösung. Ursprünglich war die Entsorgung des Abwassers über eine Dreikammergrube vorgesehen. Dies wurde jedoch aufgrund des geringen Anfalls verworfen. Das Abwasser wird nun mittels Druckleitung in die Abwasserentsorgungsanlage des Sportheims geleitet.  Laut Vereinsvorsitzender Frau Regul  entstand dadurch keine Kostenmehrung für die Gemeinde.”

3.12.2009: Stellvertretend für das großartige Engagement vieler Bürger bei der Sanierung der Wallfahrtskirche St. Leonhard erhielt die Vorsitzende des Vereins, Barbara Regul, die Isar-Loisach-Medaille des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen aus der Hand von Landrat Josef Niedermeier. Die Festrede hielt Alt-Landtagspräsident Alois Glück. Damit wurde die professionelle, mehrjährige Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der finanziellen und organisatorischen Belange dieser Sanierung gewürdigt.

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 15.12.09:

  • “Auftragserweiterung Sanitärarbeiten: Die Fa. Höger war mit den Innenarbeiten beauftragt. Nach Rücksprache mit Herrn Kanzler sollten die notwendigen Anschlussarbeiten außen inklusive Kernbohrungen durch die bereits dort tätige Firma ausgeführt werden. Des weiteren wurde eine kleine Küche geliefert und montiert und ein zusätzlicher Bodenablauf gesetzt. Beide Positionen waren bei Auftragserteilung noch nicht bekannt. Die Trockenbauarbeiten (Beplankung der Vorwand) mit den Revisionsöffnungen und die Einbauschränke im WC können von der Fa. Höger mitgemacht werden. Aufgrund der vielen komplizierten Revisionsöffnungen und der Abhängigkeit der Einbauschränke vom Trockenbau ist es sinnvoll, die Arbeiten in einer Hand zu lassen. Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen: Material 4.286,20 Euro, Lohn 1.756,44 Euro, Nachtrag Beplankung und Einbauschränke 7.815,12 Euro, gesamt brutto 13.857,76 Euro. Damit erhöht sich die bisherige Auftragssumme von 4.419,16 Euro auf 18.276,92 Euro. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung zu. Abstimmung 15:3.”
  • “Sonstiges: GR Rothbauer möchte wissen, ob für die Sanierung der Wallfahrtskirche St. Leonhard noch weitere Kosten anfallen, da die ständigen Nachträge und Auftragserweiterungen negativ auffallen. Antwort: Dies kann zum heutigen Zeitpunkt nicht abschließend beantwortet werden. Allerdings liegt es bei einem denkmalgeschützten Gebäude in der Natur der Sache, dass sich im Laufe der Arbeiten noch tiefer gehender Sanierungs- und Wiederherstellungsbedarf zeigt und dann entsprechend reagiert werden muss. Aufgrund der hohen Kostenschätzung wird der Kostenrahmen auf jeden Fall eingehalten. Abstimmung: ohne.”


2010:

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 26.1.10:

  • “Restaurierung/Ausstattung - Nachtragsgenehmigung. Nachtrag 1: Restaurierung kleinerer, mobiler Ausstattungsgegenstände, die aufgrund der Kostensituation mitbearbeitet werden können (Kerzenleuchter, Kanontafeln, Kreuze, etc.). Erweiterung 2: Befunduntersuchung und dementsprechendes Streichen des Emporengitters nach Angabe des Landesamtes für Denkmalpflege durch den Kirchenmaler, nicht im Sprühverfahren durch den Schlosser, wie vorgesehen. Erweiterung 3: Ausgleich des Glanzgrades verschiedener Gegenstände, wie im Leistungsverzeichnis als Eventualposition ausgeschrieben. Klärung der Ausführung erst nach vorheriger Reinigung möglich, daher bislang nur als Eventualposition aufgeführt und noch nicht vergeben. Nachtrag 1: 5.164,60 €, Erweiterung 2: 1.381,59 €, Erweiterung 3: 6.854,40 €. Damit sind gesamt brutto 13.400,59 € anzusetzen. Die bisherige Auftragssumme erhöht sich von 43.000,56 € auf 56.400,65 €. Die Kostenberechnung liegt bei 55.000 €, kann aber aufgrund des gesamt betrachteten Kostenstands beauftragt werden. Der Gemeinderat stimmt der Auftragserweiterung und dem Nachtrag zu. Abstimmung: 18:1.”

Ortstermin 2.2.10: Besprechung zur Restaurierung des Kreuzweges, Aufhängung der Votivtafeln, zu konservierenden Maßnahmen bei der Figur des Hl. Sebastian, Gestühl (LfD, Ver., Arch., Fa. Preis - Abkürzungen siehe Mai 2008).

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 23.2.10:

  • “Vorstellung eines Konzeptes zur Weiternutzung der Leonhardikirche: Frau Barbara Regul, Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Leonhardikirche Dietramszell e.V., stellt ein Konzept zur Weiternutzung der Leonhardikirche vor. Der GR stimmt dem Konzept vom 10.02.2010 zu. Abstimmung: 16 : 0.”
  • “Widmung der Klause als Trauraum: Der Gemeinderat beschließt, dass die ehemalige Klause im 1. Stock über der Sakristei der Leonhardikirche als zusätzlicher Trauraum gewidmet wird. Für die Benutzung des Raumes zum Zwecke der Eheschließung oder Begründung von Lebenspartnerschaften wird eine Gebühr von 100,- € erhoben. Abstimmung: 16:0.”
  • “Auftragserweiterung Restaurierung Ausstattung: Das Angebot enthält die Restaurierung der vierzehn Kreuzwegstationen. Gemäß der Ausschreibung vom April 2009 sollten an den Kreuzwegbildern vor allem konservierende Arbeiten vorgenommen werden. Der undurchsichtig gewordene Überzug sollte erhalten und mittels Regenerationsverfahren instand gesetzt werden. Der verbrauchte Überzug soll nun abgenommen und erneuert werden. Mit auszuführen wäre nach Abnahme des Firnisses auch die Eventualposition “Ausgleich des Glanzgrades durch neuen Überzug”. Die Kosten belaufen sich netto für Transporte und Montage 640,00 €, Restaurierung der Gemälde 12.320,00 €, Ausgleich Glanzgrad 1.428,00 €, Gesamtkosten 14.388,00 € (brutto: 17.121,72 €). Der GR stimmt der Auftragserweiterung und der Vergabe des Auftrags an die Fa. Preis & Preis, Parsberg zu. Abstimmung: 16:0.”
  • “Instandsetzung - Auftragsvergabe Natursteinarbeiten: Nach freihändiger Ausschreibung wurden zwei Angebote abgegeben. Preisstafel: Bieter A 14.231,81 €, Bieter B 14.568,22 €. Die Kostenberechnung liegt bei 15.000 €, das günstigste Angebot des Anbieters A liegt somit 6% unter der Kostenberechnung. Aufgrund der Überprüfung von Angebot, Firmenkapazität und Realisierbarkeit im Rahmen des Gesamtkostenlimits wird empfohlen, den Zuschlag an Bieter A zu erteilen. Der Gemeinderat stimmt der Auftragsvergabe an die Fa. Hubert Strobl, Schliersee (Bieter A) zu. Abstimmung: 16:0.”
  • “Auftragsvergabe Stuhllieferung: Es wurde freihändig ausgeschrieben. Ein Angebot ging ein. Der Preis des Angebots beträgt 4.001,26 €. Die Kostenberechnung lautet auf 10.000 €, das Angebot liegt somit 60% unter der Kostenberechnung. Es wird empfohlen, den Auftrag an Fa. Dalemans, Hasloch zu einem Bruttopreis von 4.001,26 € zu vergeben. Der Gemeinderat stimmt der Auftragsvergabe zu. Abstimmung: 16:0.”

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 23.3.10:

  • “Außenanlagen an der Leonhardikirche: Gemeinderat Kanzler stellt im Namen des Leonhardivereins den Antrag, die Außenanlagen um die Leonhardikirche instand setzen zu dürfen. Die vorhandene Hecke wird in die Neugestaltung integriert. Die Arbeiten werden vom Leonhardiverein soweit möglich in Eigenleistung ausgeführt. Anfallende Kosten werden vom Verein zur Erhaltung der Leonhardikirche getragen. Der Gemeinderat stimmt der Instandsetzung der Außenanlagen zu. Abstimmung: 19:0.”

26.2.2010: Frau Anna Szubert vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege begutachtet das Schadensbild der Reliquien am Hochaltar. Die Werkstätten des Landesamtes für Denkmalpflege übernehmen die Restaurierungsmaßnahmen.

10.4.2010: Bepflanzung der Außenanlage in Eigenarbeit.

5.5.2010: Die Firma Siegfried Häsch erledigt die Pflasterarbeiten im Außenbereich

27.5.2010: Die Firma Preis und Preis liefert den restaurierten Kreuzweg.

10.6.2010: Die Firma Hubert Strobl führt die Sanierung des Natursteinbodens durch.

2.7.2010: Der alte Opferstock war schon auf dem Abfall gelandet, als ein Restaurator ihn entdeckte. Wieder hergestellt wird er voll funktionsfähig neben dem Eingangsportal angebracht von der Firma Preis & Preis.

Am 7.7.2010, pünktlich vor dem großen "Lehards" (Leonhardi-Ritt), liefert die Firma Rubel den Kerzentisch, auf dem die Opferlichter brennen können.

Auszug aus der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Dietramszell vom 13.7.10:

  • “Auftragsvergabe Außenbeleuchtung: Der Verwaltung liegt ein Antrag von Marga und Franz Bruckmeier aus Linden vor, in dem über den Verein zur Erhaltung von St. Leonhard eine Außenbeleuchtung bei der Wallfahrtskirche beantragt wird. Die Außenbeleuchtung soll die Kirche bei Dunkelheit schön und dezent anstrahlen. Die Kosten für die Installation und deren Unterhaltung werden von Herrn und Frau Bruckmeier übernommen. Für eine sachgerechte Ausführung sorgt die Fa. Bachmeier, die bereits die Elektroinstallation der Kirche ausgeführt hat. Ein Angebot in Höhe von 2.167,39 Euro brutto liegt vor. Der Verein zur Erhaltung von St. Leonhard benötigt zur Ausführung die Zustimmung der Gemeinde als Eigentümer. Der Bauausschuss stimmt dem Antrag zu. Abstimmung : 9:0.”

5.10.2010: Die restaurierten Reutberger Reliquien kehren aus den Werkstätten des Landesamtes für Denkmalpflege zurück. Die kostbaren Schreinchen vom Hochaltar wurden gereinigt, von Schädlingen befreit und gegen weiteren Befall gesichert.

15.12.2012: Heute heirateten die Architektin Ute Ermisch und der Zimmerermeister Josef Meier, die sich während der gemeinsamen Renovierungsarbeiten an unserer Wallfahrtskirche kennen und lieben gelernt hatten! Weitere Details und Fotos finden Sie hier.